Die GlucoLog® Mobile App von Berlin Chemie / Menarini ist eine Spezialanwendung für betreute Personen. Ihr einziger Zweck ist die Sammlung der Messwerte vom Blutzuckermessgerät mit anschließendem Versand per SMS an die betreuende Person.
Geräte und Datenverbindung
Die GlucoLog® Mobile App übernimmt Daten aus verschiedenen Messgeräten der Firmen Menarini und ihrer deutschen Tochter Berlin-Chemie. Das neueste Gerät GlucoMen® areo sendet die Daten über NFC, die anderen über einen BluetoothGlucoLog® Transponder, der mit einem Kopfhörerstecker an das Blutzuckermessgerät angeschlossen wird.
Startbildschirm bei der GlucoLog® Mobile App
Der Startbildschirm zeigt eine Liste der bisher übertragenen Daten.
Einziger Zweck dieser App ist die Speicherung der Daten auf dem Mobiltelefon mit direktem Versand per SMS oder über einen Webserver an eine betreuende Person.
Die App hat keine weiteren Funktionen
GlucoLog® Software
Menarini bietet eine kostenlose Computersoftware für das Diabetesmanagement an, die es ermöglicht, Messergebnisse vom Blutzuckermessgerät GlucoMen® auf den Computer zu übertragen.
Für den Patienten
GlucoLog® Patients ist die Version für Patienten.
Für den Arzt
Die Software für den Arzt heißt GlucoLog® Pro. Er kann damit die Daten seiner Patienten übersichtlich und einheitlich verwalten. Der Zugang ist passwortgeschützt.
Technik
Der Transfer der Daten erfolgt mit Hilfe eines Datenkabels.
Da der Hersteller keine Cloud-Funktion anbietet, können die Daten nicht zwischen den Geräten ausgetauscht werden. Sie müssen in jedes Programm separat vom Blutzuckermessgerät hochgeladen werden.
Die Software ist sowohl für Windows als auch für Mac OS erhältlich.
Besonderheiten
Patienten können Dritten einen Zugriff auf ihre Daten gewähren.
Berlin-Chemie / Menarini haben eine ganz einfache Lösung für die Frage des Datenschutzes: es gibt keine Cloud. Die Daten sind ausschließlich in den Apps gespeichert.
Spezialanwendung für eine besondere Aufgabe
Die App entspricht optisch der GlucoLog lite App, hat aber nur eine einzige Funktion: den SMS Versand der Daten zu einer betreuenden Person. Es gab im Test dieselben Bluetooth®-Verbindungsprobleme wie bei der Lite-Version.
Auch hier muss man als Fazit festhalten, dass beim Einsatz eines Bluetooth®-Transponders der manuelle Versand des zwei- oder dreistelligen Blutzuckerwertes per SMS deutlich weniger aufwändig ist als die Datenübernahme in die App mit anschließendem Versand. Das ist bei der Nutzung von NFC womöglich anders, aber das konnten wir nicht testen.
Wie in der Lite-App gibt es auch in der Mobile-App in den Einstellungen ein Feld zum Eintrag eines Webservers. Anscheinend kann die Software auch Daten an einen solchen versenden, aber das ist nicht dokumentiert.
