Das OneTouch Verio Flex™ von Johnson & Johnson ist ein ziemlich großes Blutzuckermessgerät, hat aber sehr kleine Sensoren. Die Blutzufuhr ist seitlich am Sensor. Die Stelle ist schwer zu treffen. Insgesamt könnte es für ältere Leute schwer zu handhaben sein. Eine dreifarbige aufgedruckte Bereichsanzeige gibt einen Hinweis ob sich der Messwert im Zielbereich befindet.
| Abmessungen | 52 x 86 x 16mm |
| Gewicht | ca. 50g |
| Display | LCD |
| Batterie | 1 x 3V CR2032 Knopfzelle |
| Datenschnittstelle | USB, Bluetooth® Smart |
| Datenmanagement | OneTouch Reveal® Mobile App, OneTouch® Diabetes Management Software |
| Betriebstemperatur | 6-44°C |
| Relative Luftfeuchte beim Betrieb | 10-90% |
| Maßeinheit | mmol/L oder mg/dL, nicht umstellbar |
| Blutmenge | 0,4 μl |
| Blutprobe | Kapillarblut |
| Messbereich | 1,1-33,3mmol/L bzw. 20-600mg/dl |
| Hämatokritbereich | 20-60% |
Funktionen
- speicherbare Messwerte: 500 mit Datum und Uhrzeit
- Bereichsgrenzwerte individuell einstellbar
- Abschaltautomatik nach 2 Minuten
Stechhilfe
- nicht integriert
- empfohlene Stechhilfe: OneTouch Delica® Stechhilfe
- herstellereigene Lanzetten
Zubehör
- OneTouch® Verio Sensoren (Kartuschen mit 50 Stück)
- OneTouch Delica® Stechhilfe
- OneTouch Delica® Lanzetten (Set mit 30 Stück)
- OneTouch® Verio Kontrolllösung
- OneTouch® Schnittstellenkabel
Unboxing
Zusätzlich zum Blutzuckermessgerät enthält der Karton eine Stechhilfe, eine Tüte mit zehn Lanzetten und eine Dose mit zehn Sensoren. Eine flexible Box mit umlaufendem Reißverschluss schafft Ordnung. Darin befindet sich eine Kunstoffhalterung mit Clip für Messgerät, Stechhilfe und Sensordose. So hat man alle drei Gerätschaften zusammen und kann sie auch ohne Box z.B. am Gürtel mit sich führen oder an einer gut zugänglichen Stelle befestigen. Johnson & Johnson legt zudem ein kurzes und ein ausführliches Handbuch, eine Garantiekarte sowie ein Informationsblatt für die Teststreifen (Sensoren) bei.
Stechhilfe
Die Stechhilfe benötigt eigene Lanzetten. Sie ist recht kurz und tailliert geformt. An der Rückseite befindet sich ein Einstellrad mit sieben Stufen für die Einstechtiefe. Die Feder wird mit einem kurzen Schieber am Körper der Einstechhilfe gespannt, ausgelöst wird mit einem Knopf.
Messgerät
Das OneTouch Verio Flex™ ist medizinisch weiß und kann dadurch seine Funktion als Medizingerät nicht verstecken. Die Einstecköffnung für die Sensoren befindet sich am Kopf des Gerätes.
Bedien- und Anzeigenelemente
Das LCD-Display nimmt bei einer Größe von 2x4cm nur rund 1/3 der Oberfläche des Gerätes ein. Am unteren Rand befinden sich nebeneinander ein blauer, ein grüner und ein roter Balken. Die Funktion dieser Bereichsanzeige wird unter „Funktionen“ näher erläutert. Darunter finden sich drei Tasten: OK, Pfeiltaste nach oben und Pfeiltaste nach unten.
Funktionen
Das Verio Flex hat keine besonderen Funktionen. Man kann in den gespeicherten Werten blättern und einen individuellen Zielbereich eingeben. Nach der Messung wird der Messwert mit dem Zielbereich verglichen und ein Pfeil erscheint im Bereich des blauen, grünen oder roten Balkens unter dem Display, je nachdem ob der Wert zu niedrig, im angestrebten Bereich oder zu hoch ist. Es ist nicht möglich, eine Mahlzeitenkennung im Blutzuckermessgerät einzugeben. Das erfolgt in der App.
Messung
Das Messgerät startet mit dem Einstecken des sehr kleinen Sensors (3-6x33mm) und fordert eine Blutprobe an. Der Sensor saugt das Blut nicht vorn am Sensor auf, sondern seitlich an einer speziell markierten Stelle. Nach fünf Sekunden sieht man den Wert und die Einstufung in den Zielwertbereich.
Datenübertragung
Mit der Anzeige des Wertes startet automatisch die Datenübertragung per Bluetooth® an die App.
Zusammenfassung
Das Messgerät hat nicht viele Funktionen, weil es für die Zusammenarbeit mit der App entwickelt wurde.
Es zeigen sich eine ganze Reihe von Nachteilen: So fehlt eine Displaybeleuchtung; die Sensoren sind sehr klein und für Senioren kaum geeignet. Das Ansetzen des Sensors an der richtigen Stelle verlangt viel Geschick. Darüber hinaus ist die Markierung des Kanals auf dem Sensor nur sehr schlecht zu erkennen. Die Benutzung setzt ausreichende Lichtverhältnisse, gutes Sehvermögen und eine gute Feinmotorik beim Anwender voraus. Die äußere Form des Messgerätes ist gelungen. Aufgrund der Farbgebung sieht man ihm sofort seinen Nutzen als Medizingerät an. Die Kunstoffhalterung für die drei Gerätschaften ist eine tolle Idee. Bei der Benutzung fiel auf, dass alle zehn Messwerte deutlich höher ausfielen als die mit zwei anderen Geräten zeitgleich ermittelten Vergleichswerte. Ein Wert war sogar um 50% höher als die Vergleichswerte.



